Wirksame Kommunikation mit dem mit DiSG®-Modell

19. Dezember 2016 By

Seminare zur Verbesserung der Kommunikation und Modelle zur Typologisierung (oder landläufig genannt: Persönlichkeitstests) von Mitarbeitern und Führungskräften gibt es viele am Markt. Jedoch stellt sich bei der Mehrzahl dieser hilfreich gemeinten und oft hochkomplexen Analyseverfahren das Problem ein, dass sich der Transfer in die Praxis schwierig gestaltet. Nach umfangreichen Testbögen und noch umfangreicheren Auswertungen stellt sich oft die Frage, wie die Teilnehmer mit den Ergebnissen vor allem im beruflichen Alltag umgehen können.

Seit über 40 Jahren und in mehr als 30 Ländern eingesetzt, wird das DiSG®-Modell von vielen Experten und Anwendern aufgrund seiner fast schon als genial zu bezeichneten Einfachheit geschätzt. In unserem mehrteiligen Blog zum DiSG®-Verfahren möchte ich dieses beliebte und leicht anwendbare Modell in groben Zügen vorstellen. Es kann von der Mitarbeiterführung bis hin zur Konfliktlösung, Teamentwicklung und sogar zur Rekrutierung eingesetzt werden kann. Vor allen, wenn es darum geht Kommunikationsstrategien gehirngerecht aufzubereiten und Intuitionen besser fassbar – und damit anwendbar – zu machen, kann das DiSG®-Modell hilfreiche Dienste leisten. Wovon wir uns allerdings gerne distanzieren wollen, ist als Psychologe oder gar als „DiSG-Missionare“ aufzutreten.

So hilft das Modell bei Ihrer Kommunikation

Das Verhalten eines Menschen ist Ausdruck seiner Motive, Bedürfnisse, Haltungen, Gedanken und Einstellungen. Diese wiederum sind geprägt durch die Erziehung, die Sozialisation, die Erfahrung, Glaubenssätze und der Persönlichkeit. Im Allgemeinen bezeichnen wir das als den Charakter.

Jeder Mensch ist somit einzigartig. Die Wege, in denen wir Erfolg beschreiten, unsere Auffassung vom Begriff „Erfolg“ und wann wir uns „erfolgreich“ fühlen, sind daher sehr individuell. Selbst wenn wir uns in identischen Rollen befinden, wird unser Verhalten, je nach Situation und Persönlichkeit, stark variieren. Kurzum, es macht also nicht viel Sinn, jedem Mitarbeiter oder jeder Führungskraft die gleiche Rezeptur zur erfolgreichen Kommunikation an die Hand zu geben.

DiSG ModellDie Benutzung eines Kommunikationsmodells, wie dem DiSG®-Modell, hilf hierfür Verständnis zu entwickeln. Die Arbeit mit dem DiSG®-Modell hat als aller erstes das Ziel, den eigenen Stil und somit die eigenen Bedürfnisse und die damit verbundenen Verhaltensweisen zu kennen. Im nächsten Schritt geht es darum, Verhaltensvorlieben, Motivatoren und Stressfaktoren der anderen Stile zu kennen. Danach beginnt man damit sein Verhalten so anzupassen, dass eine wertschätzender Umgang und Kommunikation mit den anderen Stilen möglich ist.

Das ist wichtig, denn eine wesentliche Voraussetzung für den persönlichen sowie beruflichen Erfolg liegt in der Fähigkeit sich auf andere (ob Partner oder Mitarbeiter) besser einstellen zu können, und gerade hier ist die Einteilung in vier grobe Verhaltenstypen immens hilfreich.

Welche Stile der Kommunikation gibt es?

Das DiSG-Modell unterteilt menschliches Verhalten in vier Dimensionen, die individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Dabei stehen die Buchstaben D-i-S-G stehen für die unterschiedlichen Verhaltensausprägungen:

  • D: dominant
  • I:  initiativ
  • S:  stetig
  • G: gewissenhaft

(mehr zu den einzelnen Verhaltensstilen in den nächsten Blogbeiträgen)

Die hier beschriebenen Stile kommen in der Praxis eher selten in Reinform vor. Es gibt also niemanden der sich immer und ausschließlich dominant verhält. Jeder ist ein Mix all dieser Verhaltensweisen: Eine Führungskraft, die aufgrund ihrer Rolle im Berufsleben sehr dominant auftreten muss, kann im Privatleben durchaus ein ausgeglichener und stetiger Mensch sein. Dennoch überwiegt in jedem von uns gewisse Verhaltensvorlieben, und somit sind grundsätzliche Tendenzen absolut identifizierbar.

Den grundlegenden Charakter eines Menschen können wir nicht verändern. Wenn wir aber unser eigenes Verhalten auf das unseres Gegenübers genau einstellen können, gelingt eine sinnvolle, zielorientierte Kommunikation, die das Miteinander ganz unbeeinflusst von unseren Vorlieben und Charaktereigenschaften enorm erleichtert.

Genau hier setzt das DiSG®-Modell an, um bestimmte menschliche Verhaltensvorlieben zu beschreiben. Als Diagnostik-Tool deckt es die Neigungen auf, die – je nach Situation und Rolle – in Erscheinung treten. Das Hauptaugenmerk liegt somit darauf, das Verhalten eines Menschen objektiv zu beschreiben, und nicht die psychologische Analyse für die Gründe dafür – aber kein Urteil, um die sinnhaltige Kommunikation zwischen Menschen zu optimieren.

Kommunikation basiert auf Wahrnehmung

Die Verhaltensstildisg_auswahl_2e ergeben sich aus den zwei Grundfragen.

1.Wie nehme ich mein Umfeld war? Eher anstrengend (D/G-Stil) oder eher angenehm (I/S-Stil). Wir nennen das die sogenannte Beziehungsachse. Im Kern geht es darum inwieweit ein Mensch bereit ist, sich auf andere Menschen einzulassen und sich für sie zu interessieren.

disg_auswahl_12.  Wie reagiere ich auf mein Umfeld? Die Reaktionsachse ermisst, wie stark jemand Einfluss auf Projekte und Menschen nehmen möchte: hat er/sie das Bedürfnis, die Dinge unter Kontrolle zu haben (D/I-Stil) oder verhält er/sie sich lieber zurückhaltend und passiv (S/G-Stil)?

Im nächsten Teil werden wir Ihnen die D- und i-Stile vorstellen, die gerne vor Kontaktfreude sprühen und oft erst so richtig aufblühen, wenn es darum geht unerschrocken Risikos einzugehen. Kenne Sie den ein oder anderen?

 

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